Montag, 4. Mai 2009

Im Land der Dogon-Leute






Nachdem wir recht problemfrei Ghana verlassen haben, wurden wir in Burkina Faso freundlich von allen Polizisten und Zöllnern in Empfang genommen. Tatsächlich waren alle Formalitäten schnell und unbürokratisch erledigt und wir konnten gen Ouagadougou (kurz: Ouaga) aufbrechen. In dieser Stadt herrscht dann Chaos. Alle Fahrräder und Mopeds, die in China auf dem dritte-Hand-Markt nicht mehr zu veräußern sind, werden wahrscheinlich nach Ouaga transportiert und im Straßenverkehr eingesetzt. Autofahrer sind die letzten! Am Tag darauf haben wir innerhalb weniger Stunden das Visum für Mali in der Botschaft erhalten und sind den darauf folgenden Tag dann weiter gen Norden geheizt. Jetzt wird es immer wärmer und gegen Mittag sind wir an der einsamen Grenze kurz vorm Dogonland. Die Formalitäten der Ausreise sind Minutensache, die der Einreise dauern etwas länger. Dies aber nur, weil die freundlichen Polizeibeamten die Formulare selbst ausfüllen wollten. Das ist das allererste Mal auf der Reise, dass wir dies nicht selbst erledigen mussten. Dafür hat es dann auch länger gedauert und natürlich stand in den drei Formularen für uns immer etwas anderes drin... Trotzdem haben wir den Eindruck eines herzlichen Willkommen-Seins.

Wir steigen in Bankass am südlichen Ende des Dogon-Landes in einem Hotel ab, wo wir unser Zelt aufschlagen. Überleben können wir die tödliche Hitze nur mit einem nassen Tuch auf Kopf und im Nacken. Es geht recht geruhsam los und die einzigen zwei kalten Biere des Dorfes gehen an uns. Alle weiteren, wir machen immer wieder gern und konsequent Werbung für Deutschland, sind nicht so gut durchgekühlt. Aber die Temperaturdifferenz macht's, so dass auch mal ein 25-Grad-Bier schmecken kann!!! Wir buchen einen 3-Tagesausflug mit Übernachtung, Führer und Essen sowie Kola-Nüssen und einen Träger inklusive. Nur die Getränke werden separat bezahlt.

Am nächsten Morgen gegen 7 Uhr geht es los. Das Dogon-Volk wurde vor vielen hundert Jahren aus weiter westlich liegenden Teilen Afrikas von missionierenden Moslems vertrieben und sind hierher gezogen. Dabei haben sie ihrerseits die Pygmäen in Richtung Zentralafrika vertrieben. Aufgrund weiter vordringender Moslems haben sie beschlossen, ihre Behausungen in die Steilwände zu bauen, da sie diese dort besser verteidigen konnten. Nachdem sie allerdings Frieden schlossen mit den Muslimen, sind sie dann in die davor liegende Ebene und auf das Plateau umgezogen. Im Grunde die allermeisten Leute hier immer noch Animisten, d.h. sie praktizieren dennoch die traditionellen Fetisch-Bräuche. Wir haben an den verschieden Rast-, Siesta- und Schlafplätzen das Bier weggetrunken und abends dann jeweils in den Dörfern auf einem der Flachdächer geschlafen. Das war total schön, da momentan wegen der Hitze kaum Touristen unterwegs sind und wir somit unbehelligt mittendrin, statt nur dabei, waren. Hier läuft im Grunde genommen das Leben ab wie vor vielen hundert Jahren.

Jetzt sind wir kurz vor Mopti, wo wir in einem schönen B&B abgestiegen sind. Morgen werden wir die hinteren Räder mit unseren Ersatzreifen austauschen, damit diese nicht ungenutzt brüchig werden. Das Profil ist nach den vielen Pisten-Kilometern auch schon recht abgefetzt. Am Tag danach werden wir mal Mopti erkunden, doch dazu dann später!!!

PS: das coolste war, heute zu lesen, dass in Kanada eine Schweineherde von einem Mexiko-Urlaubsheimkehrer mit Grippe infiziert wurde ;-)

Mittwoch, 29. April 2009






Wir sind nun endlich in Ouagadougou (kurz: Ouaga [Waga]) angekommen. Zwischenzeitlich haben wir in Ghana noch das Boabeng-Fiema Monkey-Sanctuary besucht und sind spontan einen Tag länger dort geblieben. In diesem Gebiet sind die dort lebenden Affen (Mona-Affen und Colobus-Affen) heilig. Jeder, der einen Affen tötet, wird kurz darauf selbst sterben. Die Menschen beerdigen die Affen richtig in Sarg, Totenkleid und mit Priester. Die Affen selbst machen sich bemerkbar, sobald einer aus ihren Reihen gestorben ist. Dieser liegt dann am Dorfrand oder mitten auf einem der Pfade. Auf diesen Pfaden kann man direkt durch den Regenwald gehen. Jonas war jedenfalls ständig im Busch verschwunden.

Danach sind wir nach Bolgatanga gefahren. Das liegt kurz vor der Grenze nach Burkina Faso, dem nächsten Land auf der Reiseroute. Nachdem wir ein Hotel gefunden und für gut befunden haben sind wir in Richtung Markt aufgebrochen. Seit langer Zeit war dies das erste Mal, ohne ständige "where are you go?"-Rufe und Schlepper einfach mal über einen Markt zu schlendern. Dort wurden dann Jonas' Sandalen repariert, Gummi für den Gepäckträger gekauft, eine Sonnenbrille für Nessi, eine für den jetzt coolen Jonas und Deo für Stinke-Mauli... Am Rand des Marktes haben wir dann einen wirklich gemütlichen Biergarten gefunden und haben dort den Nachmittag ausklingen lassen. Am Abend haben wir noch Rasheed getroffen, der einige gute Plätze in diversen Dörfern mit traditionell bemalten Häusern sowie heiliger Krokodile und diverse Schreine kennt und sich als Führer verdingt. Da beschlossen wir, einen Tag Ghana dranzuhängen und mit Rasheed die Gegend zu erkunden, in der die Menschen alle unaufdringlich und ausnehmend freundlich sind.

Kurz bevor wir im Hotel von Rasheed abgeholt wurden, haben wir das erste Mal von der "swine-flue"-Epedemie gehört. Und auch davon, dass in Spanien schon erste Fälle in Europa auftraten. Mal sehen, was dies noch für den weitern Reiseverlauf bedeuten wird... Wir sind dann zunächst zu einem Dorf gefahren, in dessen Umgebung gleich mehrere Schreine stehen. Dorthin kommen die Leute aus vielen Ländern, um ihre Wünsche vorzutragen. Sobald die Heilung erfolgte oder der Wunsch erfüllt wurde, kommen die Leute wieder und bringen Opfergaben dar. Den Hauptschrein in einer Felsengrotte durften wir alle nur mit nacktem Oberkörper betreten und auch keine Fotos machen, da der Ort zu heilig war. Auch unsere Talismane vom Voodoo-Priester in Lome durften nicht mit, da unterschiedliche Kräfte wirken und sich gegenseitig beeinflussen könnten.... Gleichzeitig haben wir das Haus des Chiefs/Häuptlings besichtigen dürfen. Auch dort finden sich mehrere Wächter-Schreine, die Unheil vom Haus und seinen Bewohnern abwenden. Dieser Glauben an die Kraft der Schreine ist in der gesamten Gegend sehr tief in der Bevölkerung verwurzelt und ein sehr beeinduckendes Erlebnis für uns gewesen. Nur der Geruch geht nicht mehr aus der Nase... Danach sind wir zu einem See gefahren, in dem über 500 Krokodile leben. Diese stellen die wiedergeborenen Ahnen dar, kommen des nachts aus dem Wasser und laufen ins Dorf und bleiben bis zu Morgen bei den Leuten. Diese selbst können in dem See baden, ohne angegriffen zu werden! Wir haben dann ein Huhn als Opfer dargebracht, welches in Sekundenschnelle von einem mittelgroßen Exemplar verschlungen wurde. Danach ging es in diverse Dörfer, wo wir mit einem Führer in einige Wohnburgen/Wohnhöfe geführt wurde. Traditionell bemalen die Leute diese Häuser. Abends haben wir auf dem Dach von Rasheeds Haus unsere Decken ausgebreitet und einige Biere weggezischt, hier hat es etwa 40 Grad, gefühlt sind es aber sicher viele Grade mehr...

Heute morgen ging es dann an die Grenze und wir haben das Land verlassen, das anfangs niemals auf unserer Reiseplanung Berücksichtung fand. Jetzt sitzen wir in Ouaga und suchen morgen die Mali-Botschaft auf, um ein Visum zu erhalten, das nach allen gelesenen Quellen recht schnell verfügbar sein sollte. Wenn dies klappt, werden wir übermorgen gen Mali in das Land der Dogon-Leute fahren.

Mittwoch, 22. April 2009

...im Osten war nicht alles schlecht...






...aber diesmal war's teuer...

Nachdem wir nochmal in Accra waren sind wir in Richtung togolesischer Grenze aufgebrochen. Dabei haben wir den Volta-Fluss überquert und sind östlich von Hohoe bei der Waterfall-Lodge abgestiegen. Das war ein sehr schöner Ort, an dem wir am darauf folgenden Tag den angeblich höchsten Wasserfall Westafrikas besichtigen konnten. Am Nachmittag hat Mauli einen Haarschnitt auf "local wise" erhalten... Das tat wirklich weh, sah aber auch danach noch gut aus ;-)

Danach sind wir dann über Togo, mit Zwischenstopp in Lome, nach Benin gefahren. Dort haben wir aus Sicherheitsgründen in einem teuren Strandresort genächtigt und haben am Tag darauf den Python-Tempel von Ouidah, einer der Hochburgen des Voodoo, besucht. Diese Erfahrung lag allerdings hinter allen Erwartungen... Wir haben uns wirklich über uns geärgert, diesen Abstecher versucht zu haben...

Tags drauf ging es wieder nach Lome. Hier gibt es den größten westafrikanischen Fetisch-Markt, wo wir alle möglichen Zutaten der lokalen traditionellen Heilkunst sehen konnten. Wir haben außerdem noch eine Sitzung mitgemacht, bei der unsere drei Glücksbringer, Jonas' "Intelligenznuss", der "Hauswächter" sowie unser "Reisebegleiter" extra für uns gewidmet und vom Sohn des Fetisch-Chiefs aktiviert wurden. Der Preis wurde durch das Werfen von Muscheln objektiv bestimmt. Jetzt kann uns auf der Heimreise zumindest nix mehr passieren... Zudem gab es noch zwei Voodoo-Puppen (nicht aktiviert, das hätte extra gekostet...wer weiß wofür die sonst noch missbraucht worden wären) für Mauli.

Heute sind wir dann wieder in Accra angekommen und starten morgen gen Norden. So wie es aussieht werden wir wohl zwei Nächte in der Nähe von Kumasi verbringen, um einen Markttag in der Stadt einzulegen. Jonas' Sandalen, aus Kapstadt, benötigen eine dringende Reparatur. Zwischenzeitlich haben wir ihm dafür schöne grüne Flip-Flops für 1 Euro gekauft.

Danach soll's weiter gen Norden gehen. Die Frequenz der Updates an dieser Stelle im Netz wird nun dramatisch abnehmen, aber wir sind (gefühlt) ja auch fast schon wieder zuhause...

Mittwoch, 15. April 2009

Ostern an der Gold- und Sklavenküste






Nachdem wir nun unser Defenderchen wieder bei uns und damit ein Zuhause haben, beschlossen wir, die nächsten Tage an der Küste Ghanas zu verbringen. Zudem haben wir uns ein weiteres Mal mit den Sachsen verabredet.

Zuerst ging es in Richtung Cape Coast, wo eine der vielen alten Sklavenhandelsburgen steht. Diese ist aber noch in recht gutem Zustand und wir haben uns von einem einheimischen Führer die Geschichte der Burg und des Sklavenhandels erklären lassen. Am nächsten Tag ging es ein paar Kilometer landeinwärts zum Kakum-Nationalpark. Das ist ein kleines Reservat, wo man noch den früher hier typischen Regenwald antrifft. Außerdem gibt's dort einen Canopy-Walkway, einen fast einen Kilometer langer Wanderweg auf Hängebrücken durch die Baumwipfel der Urwaldgiganten. Das war sehr waggelig und zumindest Mauli war froh, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Ansonsten haben wir leider nicht viel von der Urwaldfauna sehen können.

Weiter ging es dann zu einer Lodge, bei der wir direkt am Strand unser Dachzelt entfalten konnten. Dort haben wir am nächsten Tag dann auch Steffen und Steffie wiedergetroffen, die zwischenzeitlich Besuch aus Europa in Accra abgeholt haben. Baden, schwitzen, Bier trinken, schwitzen... das Leben in der Karwoche war garnicht so einfach ;-)

Ein paar Tage später sind wir wieder ein Stück weiter westlich nach Princesstown gefahren. Dort steht die einzige deutsche Burg, mit deren Errichtung die Brandenburger auch ein Stück vom Sklaven-Kuchen abhaben wollten. Doch schon nach wenigen Jahren haben sie diese wegen Malaria und steten Angriffen durch die Engländer und andere Kolonialmächte wieder aufgegeben. Von der Burg aus haben wir dann einen Ausflug in ein Buschkrankenhaus für psychisch Kranke unternommen. Die Fotos stellen wir mal nicht ins Internet, um nicht vermeintliche Menschenrechtler zu beunruhigen. Jedenfalls sind die dortigen Methoden sehr alt und auch sehr erfolgreich. Schon nach 6 bis 12 Monaten kann ein Eingelieferter wieder zu seiner Familie zurück.

Wir haben uns von Steffen und Steffie verabschiedet und sind wieder ostwärts gefahren. Nach zwei Nächten in einem Beachresort haben wir nun Accra erreicht. Morgen wird dann der Kühlschrank und die Proviantkiste im Supermarkt wieder aufgefüllt und wir starten in Richtung togolesische Grenze, wo wir zwischendurch an der Waterfall-Lodge in den Bergen mal wieder durchatmen wollen.

Der weitere Plan sieht vor, kurz nach Benin zu fahren, um dort den Pythontempel zu besuchen und dann wieder durch Togo, wo es in Lome den größten Fetisch-Markt gibt, um Mauli endlich seine Voodoo-Puppe zu besorgen. Danach soll es via Ghanas Zentrum dann endlich weiter gen Norden gehen.

Freitag, 3. April 2009

Er ist zurück!!!

Nachdem wir heute ohne Frühstück uns in ein Taxi setzten, um den Defender aus seiner Höhle zu holen haben wir fast acht Stunden bei mörderischer Hitze im Hafen von Tema verbracht.

..nur Aswan war schöner, da dort keine 100% Luftfeuchte waren...

Jedenfalls haben wir ihn wieder bei uns. Die Batterie war komplett runter und will sich nicht wirklich erholen. Wir werden das noch beobachten, aber im Zweifelsfall ist es wohl die zweite Batterie auf der Reise, die dem Segen einer afrikanischen Entsorgung entgegensieht.

Morgen geht es dann nach der Auffüllung aller Vorräte im Supermarkt weiter nach Cape Coast, wo Jonas etwas Geschichtsunterricht in einer der Sklavenhandels-Festungen erhalten wird. Danach haben wir uns wieder etwas Strand verdient, doch dazu später.

Dienstag, 31. März 2009

...schweißgebadet...




Am 23. März sind wir nun von Windhoek über Jo'burg nach Accra in Ghana geflogen.
Beim Aussteigen aus dem Flieger bekamen wir einen ersten Eindruck des Klimas, welches uns nun die nächsten Tage und Wochen begleiten wird: Hitze gepaart mit fast 100% Luftfeuchte. Einfach tropisch!
Steffen und Steffi haben uns wirklich in der Nacht abgeholt und kühles Bier schon im Auto serviert. Die Nacht verbrachten wir in dem afrikanischem Hotel "Diamond Palace". Der Name allerdings ist hier nicht Programm, sondern die geographische Lage: Westafrika, eben mit wildromantischem Dreck, kaputtes Klo, kein Wasser... aber noch nicht ganz der sudanesischen Standard...
Schwitzend sind wir dann in Bungalows auf halben Weg nach Tema, aber direkt am Strand, umgezogen. Das Wasser ist voller schwarzer Mülltüten und wir schlafen ohne Klimaanlage auch nur schlecht.

Zwischendurch sind wir nach Accra gefahren und haben uns das Fünf-Staaten-Visum für Togo, Benin, Niger, Burkina Faso und Elfenbeinküste besorgt. Außerdem haben wir das Abenteuer des Abschlusses einer Haftpflichtversicherung für Ghana und den Rest von Westafrika erleben dürfen. Dazu dann später mehr, wenn wir zurück sind...

Am Mittwochmorgen haben wir dann den Agenten besucht, der mit der Befreiung des Landrovers beauftragt wurde. Dort haben wir nun erfahren, dass das alles kein Problem sei. Am Freitag waren wir nochmal dort, erfahren, dass das Schiff verspätet ist und vermutlich erst am Montag eintreffen wird. Daraufhin beschließen wir, ein paar Tage in ein echtes Hotel zu ziehen, so mit Klimaanlage und etwas mehr Komfort. Von Steffen und Steffi verabschieden wir uns für eine Woche und verabreden uns, sie wieder weiter westlich, aber mit Auto zu treffen.

Gestern kam dann die Nachricht, dass der Container nun in Tema steht und alle Papiere beim Zoll liegen. Wir hoffen nun, den Container morgen oder spätestens am Donnerstag öffnen zu können und in das Auto einzusteigen. Bis dahin heißt es: weiterschwitzen! Aber zumindest hat es hier ein Restaurant mit Pizza für Jonas und kaltes Bier für mama und Papa und Satellitenfernseher mit CNN und eine Sportsbar am Abend, sowie Wi-Fi...

Freitag, 20. März 2009

Es ist unterwegs...und wir auch!






So, nachdem wir weit ueber eine Woche hier in Swakopmund verbrachten, haben wir heute nachmittag die Bill of Lading abgeholt, die beweist, dass der Container auf der Maersk Jubail in Richtung Tema in Ghana ist. Damit sind alle Huerden genommen, die auf dem Weg nach Ghana vor uns lagen. Morgen geht es dann in Richtung Windhoek und am Montag dann ueber Johannesburg weiter nach Accra.

Dort werden wir hoffentlich von Steffen und Steffi erwartet, die uns auch eine erste Unterkunft besorgt haben.

Jetzt noch kurz der Bericht der letzten Woche. Swakopmund ist fuer einen laengeren Aufenthalt eigentlich nicht die schlechteste Option, wenn man nicht sehr viel laenger bleiben will.
Wir haben uns ein kleines Mietwaegelchen geholt, um weiter flexibel zu bleiben, vor allem aber, um regelmaessig nach Walfischbucht fahren zu koennen.
Einen Tag waren wir mit einem Schiff auf Rundfahrt auf dem Meer, wo wir neben vielen Delfinen, Robben, Voegeln auch einen Wal und mehrere Meeresschildkroeten bestaunen konnten. Die Robbe auf dem Bild ist zahm und springt einfach an Bord, um mit Fisch gefuettert und gestreichelt zu werden.
Einen anderen Tag waren wir mit einem Allradfahrzeug (mit Fahrer) in der Sandwich Harbour Bucht. Das ist ein traumhafter Abschnitt Erde, dort treffen Meer und Duenen direkt aufeinander und man kann nur waehrend einer kurzen Zeitspanne und Ebbe dorthin gelangen.
Dann gab es noch die Kristallgallerie zu bewundern und Jonas ist heute allein ins Aquarium gegangen.
Natuerlich kennen uns die Leute in den einschlaegigen Kneipen alle schon, denn kein normaler Tourist wird hier laenger als etwa zwei Tage gesichtet ;-) Jonas spielt jeden Tag etwa drei bis vier Stunden am Strand und kennt auch alle, die sich dort tummeln. Ausserdem gab es endlich mal wieder Heimschule, Mathe, Deutsch und so'n Zeug...

Jetzt ist aber die Zeit gekommen, wo wir uns nach Waerme sehnen. Hier ist es relativ kuehl und wegen des taeglichen Nebels auch etwas feucht... Ein Tapetenwechsel muss her und wir wollen wieder hinein ins quirlige, etwas weniger planbare und chaotischere schwarze Afrika!

Die naechsten Tage und Wochen werden wir somit wieder etwas schwerer an eine vernuenftige Internetverbindung kommen. Daher wird auch die Frequenz der Web-Updates drastisch abnehmen. Die Familie kann sich ab Dienstag wieder auf eine neue (ghanaische) Nummer auf dem Mobilfunkdisplay freuen...

... fuer die Winterzelter im Harz: wir waren bei Euch und haben mitgetrunken und gefeiert! Auch wissen wir, dass viele gekniffen haben und alles gar nicht so schlimm war, wie befuerchtet! Das Bild oben, das einen so frostigen Eindruck hinterlaesst ist uebrigens am Rand einer Salzpfanne am Meer aufgenommen...
... fuer die Ueberlebenden des St.Patrick's Day: hier gibt es kein Guiness und auch kein Kilkenny!!! Hebt Eure dummen Huete, Peruecken, blinkende Anstecker usw. auf, wir werden das im August nachfeiern, bestimmt!

Samstag, 14. März 2009

... zu Land, zu Luft und auf der See, juch he!






In Swakopmund sind wir zu einem Reisebüro gegangen, welches uns für die Zwischenzeit in Namibia ein kleines Mietwägelchen sowie die Flüge bucht. In Windhoek konnten wir gegen Zahlung einer "Expressgebühr", am nächsten Morgen unsere Paesse gleich wieder einsammeln. Danach sind wir wieder nach Swakop geheizt, um nun die letzten Details für die Verschiffung zu klären.

Das Auto muss schon am Freitag, dem dreizehnten, in den Container, da der "stack" am Hafen bereits am Montag geschlossen wird... nun, wir haben viel dazugelernt, was internationalen Frachtverkehr angeht, doch das wäre hier zuviel. Wir haben alle Gebühren hier an einer Bank eingezahlt, das war etwas mehr als 2 tsd. Euro (Frachtkosten plus Container plus Hafen plus Zoll plus Agent plus plus plus)

Unmittelbar vorher hat unser Auto nochmal einen vollen Tank und einen Ölwechsel bekommen, so dass wir eventuell nicht mehr vor Europa einen service durchführen müssen.

Jetzt ist die Karre in der Kiste. Wir sitzen mit kleinem Mietwagen in Swakopmund in einem Inn und versuchen die Zeit zu überstehen. Wir müssen jedenfalls warten, bis das Schiff abgelegt hat, denn erst dann gibt es das Dokument, welches beweist, dass "unser" Container auf dem Weg ist und welches unbedingt benötigt wird, das Auto dann auch in Tema überhaupt aus dem Hafen zu bekommen. Wenn nix mehr dazwischen kommt, werden wir am 23. dann von Windhoek über Johannesburg nach Accra fliegen.

Unser saechsischen Freunde, die anders herum (um Afrika) unterwegs sind, werden uns in Accra am Fliegerhafen abholen und kuehlen schon fleissig westafrikanisches Bier...

Montag, 9. März 2009

...dem Kakao ein Stueck naeher...

So, heute waren wir in Walfischbucht (Walvis Bay) bei einer Spedition, die uns hoffentlich heute noch bestaetigen wird, dass der Defender am Montag, dem 16. in einen Container geht und am Mittwoch, dem 18. Maerz dann auf hoher See ist. Geplante Ankunft wird dann der 27. Maerz 2009 in Tema, Ghana (bei Accra) sein.

Zudem werden wir morgen frueh nach Windhoek fahren, um uns das ghanaische Visum zu besorgen. Fluege sind schon fuer den 23. reserviert und ein Autochen (klein) fuer den Transfer ebenso. Alles scheint also darauf hinauszulaufen, dass wir den Aequator im Fluge ueberqueren werden und dann, rechtzeitig zum Fruehlingsanfang, die Nordhalbkugel erreichen ;-) Was uns jetzt noch fehlt sind Taschen/Koffer, von denen allein in Leipzig wahrscheinlich ein Dutzend vor sich hin staubt....

Pannen, Katastrophen gab es natuerlich auch! So hat Mauli heute morgen seine Visa-Card sperren lassen muessen. Irgendwie hat diese sich in den letzten Tagen ganz von selbst auf Rundreise durch Namibia begeben und an diversen Stellen, im Lande verteilt, jeweils bis zum Tageslimit im Konsumrausch gelebt... Nun ja, mal sehen, ob die immer hilfsbereite Frau S. aus L. da einen Weg findet, den Schaden begrenzen zu koennen und uns eine neue golden brillierende Karte zu besorgen. Bis dahin bleibt die Trauer um die alte, soooo lieb gewonnene und deren 3 bis 5 Tsd. Euronen schweres Reisegepaeck.

Wir halten Euch auf dem laufenden, hier in Swakop regnet es nicht mehr, Jonas steht an/im Meer und streitet mit den Wellen und wir planen die Details fuer die naechsten zwei Wochen.

Donnerstag, 5. März 2009

...jetzt mal ein paar Bilderchern...





Zwischendurch auch mal ein paar Bilder aus den letzten Tagen zum Anschauen.
Wir hatten jeden Tag Regen und heute kletterte das Thermometer gerade mal auf die 21grd-Marke...brrrrr....

Zwischenzeitlich gibt es nix Neues, wir befinden uns wieder auf dem Weg nach Swakopmund und Walfischbucht (Walvis Bay), außer: Mauli war beim Friseur ;-)

Heute hat Mauli mit einem Fracht-Agenten telefoniert. Die suchen uns mal ein paar Frachtverbindungen raus. Zumindest waren die nicht überrascht, dass wir nach Ghana wollen und somit bleiben wir optimistisch, dass wir Westafrika doch noch erleben können... Jonas will schließlich mal Regenwald sehen und Mauli sich eine Voodoo-Puppe kaufen...

So, bis demnächst!